Anders als bei der westlichen Massage, die im Wesentlichen auf die Muskeln wirkt, wirkt diese japanische Technik auf die Nerven, indem Finger und Hände auf die Haut gedrückt werden, um Krankheiten zu verhindern und zu heilen, indem die natürliche Heilkraft des menschlichen Körpers genutzt wird. Shiatsu zielt darauf ab, die Spannungen von Yin und Yang auszugleichen.

Shiatsu: Historisches Profil

Obwohl der Ursprung oder der Schöpfer von Shiatsu nicht bekannt ist, scheint er sich aus dem Kappo (Judo), dem Do-In und der klassischen Anma entwickelt zu haben. Do in ist dem Yoga sehr ähnlich, während Anma der Massage ähnelt. Diese beiden Techniken für medizinische Behandlungen sind die ältesten im Osten.

 

Shiatsu kommt ursprünglich aus Japan. Das Wort "Shiatsu" erschien zum ersten Mal am Ende der Taisho-Ära, 1920, und zu Beginn der Showa-Ära, zwischen 1925 und 1935, als es als populäre Therapie eingesetzt wurde.

 

Shiatsu überschritt die Grenzen und wurde durch zwei sehr liebenswerte Charaktere international bekannt: Tokujiro Namikoshi und Shizuto Masunage.

 

Namikoshi gründete 1940 in Tokio die Nippon Shiatsu School, an der mehr als 20.000 Schüler ausgebildet und mehr als 100.000 Patienten behandelt wurden.

 

Namikoshi definiert Shiatsu als "Familienkunst der reinsten mütterlichen Liebe, in der der Instinkt die Grundlage dieser Wissenschaft ist.

Das Hara im Shiatsu

„Zurück zu sich selbst finden, Geborgenheit erleben,

nach Hause kommen, vital sein,

spürbare Lebensenergie ausstrahlen:

 

Das ist das Hara Shiatsu Gefühl.“

Was ist das Hara?

Das Harazentrum ist ein feinstoffliches Energiezentrum unterhalb des Nabels (nicht zu verwechseln mit Sakral/Zweiten Chakra). Wenn dieses Zentrum vollständig aktiviert ist, bringt es den göttlichen Willen zu unseren Handlungen, verbunden mit einem Gefühl von Lebenssinn und Erfüllung. Wir können unsere Seelenmission hier auf der Erde nicht erfüllen, wenn dieses Zentrum schwach oder nicht aktiv ist. Im physischen Körper steht dieses Zentrum mit der Milz in Verbindung. Die Aktivierung dieses Zentrums führt zu einer neuen Zentriertheit und Zufriedenheit, die körpereigenen Energien werden in vielen Fällen zum ersten mal spürbar. 

 

Tomas Nelissen verbindet in Hara Shiatsu medizinische Ansätze, östliche Philosophie und moderne Coaching-Ansätze. Als Grundlage gilt: Krankheiten und persönliche Problemstellungen sind Zustände. Jeder Zustand kann sich verändern, wenn die Bedingungen dafür geschaffen werden. Hara Shiatsu ist ein ganzheitlicher Ansatz, der neben Shiatsu-Behandlungen auch Ernährung, Körper- und Entspannungsübungen umfasst. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte aktiviert, Gesundheit und Vitalität werden gefördert. Doch was genau bedeutet Hara?

 

Hara, die Körpermitte

 

Das Hara befindet sich ungefähr drei Zentimeter unterhalb des Nabels. Unsere Kraft und Lebensenergie haben ihren Ursprung im Hara. Das Hara kann für uns eine Quelle sein, um unsere schöpferische Kraft zu entfalten. Die entscheidende Frage ist: Haben wir unsere Mitte bereits gefunden? Oder haben wir unsere Mitte bereits verloren? Ohne Mitte stehen wir „neben uns“, sind nicht wirklich der Kapitän auf unserem Schiff, lassen uns vom Leben treiben, ohne dieses aktiv zu gestalten. Nur aus unserer Mitte heraus können wir die volle Verantwortung für alle Aspekte unseres Seins übernehmen. Das ist die Idee von Hara Shiatsu.

 

Der Mensch im Mittelpunkt

 

Bei Hara Shiatsu steht der Mensch mit seinem Potential und seinen individuellen körperlichen, seelischen und emotionalen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Über gezielte Berührung stimuliert Hara Shiatsu eine tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst. Problemstellungen werden im Kern erfasst, Körper und Geist verbinden sich, der Mensch findet zu seiner Einheit zurück.

 

Hara Shiatsu trägt dazu bei, sich so akzeptieren, wie man ist und nicht, wie man sein sollte. Der Weg dorthin ist ein bewusster Entwicklungsprozess.